Wassertropfenfotografie

Viel ist Internet in letzter Zeit zum Thema Wassertropfenfotografie geschrieben worden, teils wir dort mit erheblichem technischen Aufwand wie Mikrocontroller gesteuerte Magnetventilen gearbeitet.

Im Wesentlichen geht es darum, die Tropfen möglichst schnell hintereinander auf die selbe Stelle treffen zu lassen, dann besteht die Möglichkeit besondere Figuren zu erzeugen.

Wenn der Tropfen im Wasser einschlägt, erzeugt er einen Krater. Wenn das Wasser in den Krater zurückströmt, trifft es in der Mitte zusammen und steigt dann zu einer Säule empor. Die interessantesten Figuren entstehen, wenn der nächste Tropfen auf diese Säule oder einen sich davon ablösenden Tropfen auftrifft. Dann entstehen bei zentralem Auftreffen die bekannten Schirmchen, bei weniger zentralem Treffen andere, chaotischere Figuren.

Erzeugung der Tropfen

Wesentlich ist also eine enge Tropfenabfolge die mit hoher Genauigkeit auf dieselbe Stelle trifft. Die Tropfrate muss dabei so hoch sein, dass das Wasser fast durchläuft.

Da mir  kein ausgefeiltes Equipment zu Verfügung stand, habe ich ein wenig mit vorhandenem Kram gebastelt.

Als Tropfenquelle dient eine Plastikverpackung von einem Computerkabel. Dort habe ich ein Loch hinein gebohrt und dort einen schräg abgeschnittenen Strohhalm (dünn!) montiert. Den Durchfluss regele ich durch ein Holzstäbchen, dass ich in den Strohhalm stecke. Man kann damit recht gut hoge Trofraten von 5 – 10 Tropfen/sec. erzeugen, allerdings ist die Gleichmäßigkeit nicht optimal und obendrein vom Wasserstand abhängig.

wpid20-140209_079_Tropfen.jpgDie Schale ist etwa 30cm über einem Backblech montiert. Der Wasserspiegel im Backblech sollte etwa 3cm hoch sein, wie man auf zahlreichen Blogs und Websites nachlesen kann.

Wichtig ist, einen oder mehrere Blitze zu verwenden, sie müssen relativ weit runtergeregelt sein, weil man dann mit einer sehr kurzen Abbrennzeit von 1/10.000s oder kürzer die extrem kurzlebigen Kollisionsfiguren einfrieren kann.

Um schöne Farbverläufe zu erzielen, kann man farbige Folien vor dem Blitz montieren. Damit kann man entweder wie hier von innen gegen die Innenwand des Lichtzelts leuchten oder von hinten auf eine halbtransparente Fläche. In meinem Fall wurde der Blitz durch den ebenfalls manuell betriebenen Ausklappblitz ausgelöst, man kann aber auch mit Funkauslösern und deutlich mehr Blitzen arbeiten.

wpid22-140209_080_Tropfen.jpg

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