96 Minuten Milchstraße

Die Milchstraße, das ist unsere heimische Galaxie, eine scheibenförmige Anordnung von Milliarden Sternen, darunter unsere Sonne, dazu Staubwolken, leuchtende Nebel und vieles  mehr.

Die Milchstraße ist aber auch das leuchtende Band am Himmel, das wir besonders im Spätsommer und Herbst zu später Stunde sehen können. Zumindest wenn wir bei klarem Himmel einen halbwegs dunklen Ort, am besten außerhalb beleuchteter Ortschaften aufsuchen.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag habe ich gut 96min Belichtungszeit in die Milchstraße investiert (24x 4min.) und dabei   mit dem 50er die Region um Deneb im Schwan (Cygnus) aufs Korn genommen.

Milchstraße im Schwan

Die Milchstraße mit Nordamerikanebel, Pelikannebel, Schmetterlingsnebel und Cirrusnebel im Sternbild Schwan, 96min (24x4min, 50mm f/5.0 ISO800), 24.07.2014

Milchstraße im Schwan

Die Milchstraße mit Nordamerikanebel, Pelikannebel, Schmetterlingsnebel und Cirrusnebel im Sternbild Schwan, 96min (24x4min, 50mm f/5.0 ISO800), 24.07.2014

Direkt neben Deneb ist der Nordamerikanebel gut zu erkennen (auf der Seite liegend), daneben ist schwach der Pelikannebel erkennbar. Oberhalb davon sind in der Gegend um Sadr weitere rote Nebel zu sehen, der auffälligste davon ist der Schmetterlingsnebel. Die roten Nebel erhalten ihre Struktur durch große interstellare Staubwolken, die das rote Licht stellenweise absorbieren. Sie geben der Milchstraße Struktur. Eine besonders dichte Stelle ist als “nördlicher Kohlensack” bezeichnet, hier wird das kurzwellige (blaue) Licht so stark absorbiert, dass die Sterne dort sichtbar rot erscheinen.

Rechts unterhalb der Milchstraße ist die hohe Sterndichte in der Milchstraße erkennbar, zu Rand hin nimmt sie deutlich ab. Auch links unterhalb von Deneb sind sehr helle, dichte Sternwolken zu sehen.

Im rechten Bereich findet man die Filament-Strukturen des Cirrus-Nebels. Dieser Nebel ist ein Supernova-Überrest, das heißt, er besteht aus den Resten eines sehr großen Sterns, der vor etwa 18.000 Jahren explodiert ist. Hier sind neben dem roten Nebel auch grüne Strukturen zu erkennen. Details sind in dieser älteren Aufnahme vom September 2012 zu erkennen:

Cirrus-Nebel-Komplex

Cirrus-Nebel-Komplex, 22.09.2012, 8x 300s, 200mm f/5.6, ISO1600, NG6996/6995 (links), NGC6979 (Mitte), NGC6960 “Sturmvogel” (rechts)

Cirrus-Nebel-Komplex

Cirrus-Nebel-Komplex, 22.09.2012, 8x 300s, 200mm f/5.6, ISO1600, NG6996/6995 (links), NGC6979 (Mitte), NGC6960 “Sturmvogel” (rechts)

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